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Bücher sind zum Lesen da.

Markus Walther: EspressoProsa

Noch einen Kaffee, bitte!

Inhalt: (Auszug Klappentext)

Was haben Espresso und Kurzgeschichten gemeinsam? Beide werden ihrer Größe wegen – oder sollte man vielleicht eher sagen wegen ihrer geringen Menge – oft unterschätzt. Doch so wie in dem kleinen Tässchen eine geballte Ladung Koffein steckt, können sich selbst in der kürzesten Geschichte Universen auftun und sogar ganze Leben entfalten – manchmal braucht es nur eine Seite.

Autor:

Markus Walther wurde 1972 in Köln geboren und lebt auch heute noch in der Nähe von Köln.1998 hing er den Beruf des Werbetechnikers an den Nagel und widmete sich der Kalligraphie und dem Schreiben, dabei konzentriert er sich auf Kurz- und Kürzestgeschichten.

Aufbau:

EspressoProsa beinhaltet 53 Kurzgeschichten, die sich von einer halben Seite bis zu drei Seiten erstrecken. Eingerahmt und unterbrochen werden sie durch kleine Kommentare des Autors. Thematisch sind die Kürzestgeschichten, wie Walther sie selbst nennt, sehr vielfältig. Einige beschäftigen sich mit dem alltäglichen oder eben nichtalltäglichen Leben von Menschen aller Art. Es geht um Freundschaft, Familienleben, Arbeit oder Abenteuer. Andere Geschichten widmen sich ganz der Fantasy- oder Science-Fiktion-Welt. Dort begegnet man Magiern, Gnomen oder Vampiren. Und in manchen Geschichten schwappt die fiktive Welt sogar in die alltägliche Welt über.

Eigene Meinung:

An Ideenreichtum mangelt es Walther wahrlich nicht. Aber auch die Vielfältigkeit der Stimmungen, die er zu erzeugen vermag, überraschen: Da wird einem ein Schmunzeln entlockt, dort fährt ein Schauer über den Rücken. An anderer Stelle überrascht ein subtiler Zynismus oder offen zur Schau gestellter Sarkasmus. Charmant finde ich ebenso den Lokalkolorit, mit dem er einige seiner Kurzgeschichten unterfüttert.

Leider sind viele Erzählungen nur allzuoft nach demselben Schema verfasst: Die überraschende Wendung oder die Pointe steht immer am Schluss. Dies mag der Idee von klassischen Kurzgeschichten geschuldet sein. Eigenartigerweise fesseln die Geschichtchen trotz dieses Wissens dann doch und dies stellt meiner Meinung nach das größte Lob an Walther dar.

Fazit:

Walther konnte seine Intesion, Kurzgeschichten für eine Kaffeepause zu schreiben,gelungen umsetzen. Wer also Lust auf vielfältige und nette Anektoten für Zwischendurch hat, für den ist „EspressoProsa“ sicherlich das Richtige.

Daten:

Markus Walther: EspressoProsa.Kein.Stark. (Manchmal) schwarz.
Verlag: Acabus Verlag
ISBN: 978-3-86282-126-6
Seitenzahl: 123
Erscheinungsdatum: Mai 2012

Bewertung:   4/5


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